05.11.2019

5 Dinge, die Kandidaten bei der Bewerbung besser nicht machen sollten

„Wie lange dauert denn das Bewerbungsgespräch? Ich habe jetzt wirklich nur 30 Minuten Zeit!“

„Was machen Sie denn jetzt eigentlich genau?“ „Teilefertigung“ „Für die Automobilindustrie, richtig?“ „Nein, für Maschinenbau.“ „Ja, aber die Maschinen werden dann schon in der Automobilindustrie verwendet?!“ „Äh...“

Goldene Regel Nummer 1: Wer sich in einem Unternehmen bewirbt, sollte sich schon darüber informieren, was dieses Unternehmen eigentlich macht. Darüber hinaus gibt es aber noch eine ganze andere Menge an Fallstricken, die Bewerber beachten sollten.

1. ups, da habe ich wohl das verb vergessen wir deutsche neigen gerne dazu, nicht nur lange wortkonstruktionen zu bilden, sondern auch bandwurmsätze, die sich zeile über zeile hinziehen und in aller ausführlichkeit die erfahrungen und perspektiven beschreiben, die erwartungen und hoffnungen für den neuen job erklären und dann am ende des satzes, nach noch einem weiteren nebensatz völlig vergessen, ein verb.

Ja, genau: Deutsche Texte, die nur in kleinen Buchstaben geschrieben sind, sind äußerst anstrengend zu lesen, kommen aber nicht nur bei Blog- und Webeinträgen, sondern auch bei E-Mails immer wieder vor. Bei Bewerbungen ist das genauso zu vermeiden, wie schwer lesbare Bandwurmsätze und komplizierte Satzkonstruktionen – vor allem, weil man schon beim Schreiben oft den Überblick verliert und ein Wort oder Satzzeichen vergisst. Wir sind schließlich nicht alle Günther Grass.

Kurz: Richtige Rechtschreibung und Grammatik, klarer Stil und gute Schriftsprache bei Bewerbungsschreiben und Lebenslauf sind ein Muss.

2. DAS STEHT DOCH IN MEINEM LEBENSLAUF! ist nicht gerade die beste Antwort auf die Frage, was ein Bewerber genau bei seinem oder ihrem vorherigen Arbeitgeber gemacht hat. Schließlich hat der potentielle neue Arbeitgeber ein Interesse daran, den Kandidaten genauer kennenzulernen. Was war das Aufgabenfeld? Was sind die Qualifikationen?

„Eigentlich bin ich da nicht so wirklich qualifiziert...“ ist da genauso wenig die richtige Antwort wie: „Also, ich war einfach zu gut für den Job, deshalb bewerbe ich mich jetzt neu.“ Wer an sich selbst zweifelt, sollte sich trotzdem nicht als absolute Niete darstellen. „Ich kann alles!“ ist allerdings auch nicht ideal.

Beim Bewerbungsgespräch geht es darum, dass sich Unternehmen und zukünftige Mitarbeiter besser kennenlernen:

3. Aus dem Nähkästchen plaudern Anekdoten aus der Kindheit, die gesamte Familiengeschichte, der Filmriss nach durchzechter Nacht, die letzte Urlaubsaffäre... alles keine idealen Themen für das Bewerbungsgespräch.

4. Mit Zylinder, Frack und... Kaugummi?

Ist aber auch wirklich eine schwierige Frage, denn die Kleiderordnung unterscheidet sich von Branche zu Brache. Während die Kreativbranche das häufig lockerer angeht, ist zum Beispiel bei der Bank ein Anzug beziehungsweise ein Kostüm angemessen. Zylinder und Frack sind ebenso Fehl am Platz, wie zerschlissene Jeans und fleckiges T-Shirt und mit offenem Mund Kaugummi zu kauen. Wichtig ist es, die Balance zu finden – nur nackt in das Interview gehen, das sollte man besser nicht.

5. Nein, wir Deutschen tragen nicht alle Lederhosen! Die Briten reden nur über das Wetter, Franzosen essen Froschschenkel, „orange trägt nur die Müllabfuhr“, Amerikaner sind alle übergewichtig und tragen Waffen... und wie Monty Python über die Deutschen sagt: Don’t mention the war! Viele Unternehmen agieren heute international und da ist es wichtig, dass Kandidaten „cultural awareness“ mitbringen. Vorurteile und Stereotype haben in internationalen Unternehmen nichts zu suchen.